Donnerstag
14.11.2024
TICKETS
Vorverkauf: 39,00 Euro Abendkasse: 44,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

WALTER TROUT (USA)

BROKEN European Tour Part II – 2024

Die Blues-Rock-Ikone Walter Trout veröffentlichte am 1.März 2024 sein brandneues Studioalbum Broken über Provogue/Mascot Label Group. Auf dem Album sind Auftritte von Beth Hart, Dee Snider von den Twisted Sisters und dem Mundharmonika-Virtuosen Will Wide zu hören. Zur Feier des Album Release Tages hat er auch ein Video zu dem Song Talking to Myself veröffentlicht, welches hier gestreamt werden kann: https://www.youtube.com/watch?v=9BmDtZA5t-Y

Über den neuen Song sagt er: „Die Inspiration für den Song basiert auf meiner Erfahrung, dass unsere Welt voller TV-Sensationen und Menschen in den sozialen Medien, die um Aufmerksamkeit buhlen, sich nicht wirklich dafür interessieren, was wir zu sagen haben. Wir reden also, aber niemand hört zu.“

Trout hat bereits die Videos zu „Broken“ mit Beth Hart und „Bleed“ mit Will Wilde veröffentlicht. Ein paar Kollaborateure haben sich Trout zum ersten Mal angeschlossen. Ich dachte, meine Freundin Beth Hart könnte sich mit dem Titeltrack „Broken“ identifizieren“, sagt er über Hart, deren feurige Stimme sich mit seiner eigenen verbindet. „Bei diesem Song habe ich auf die Welt geblickt – vor allem auf das, was in den Vereinigten Staaten vor sich geht – aber ich habe auch darüber nachgedacht, wie ich mich von den Dingen, die mir passiert sind, erholt habe. Ich hatte die erste Strophe – ‚Pieces of me seem to break away/I lose a little more every day‘. Aber es war fast zu viel für mich, wieder in diese Scheiße zu geraten. Also konnte mir meine Frau Marie bei den Texten helfen – und sie hat es geschafft. Das Gitarrensolo ist vielleicht mein Lieblingsstück auf der Platte. Ich habe es mit der Band eingespielt, in einem Take. Ich wollte sehen, ob ich es übertreffen kann – aber sie hielten mich davon ab!“

„Dee Snider von Twisted Sister stellte einen Live-Mitschnitt von mir auf seinen Twitter-Account und sagte: ‚Hör dir diesen verdammten Gitarrenhelden an‘. Wir kamen ins Gespräch, wurden Freunde, er kam ins Studio und ich wusste, dass ich ihm einen Song schreiben musste. Also dachte ich: ‚Nun, er hat We’re Not Gonna Take It gemacht‘. Also schrieb ich I’ve Had Enough. Und es rockt, und zwar gewaltig.

Walter Trout hat das Jahr auf unglaubliche Weise begonnen, indem er umfangreicher als je zuvor auf Tournee gegangen ist. Nachdem er in diesem Jahr bereits eine Tournee durch Australien absolviert hat, folgt im März eine Reihe von zehn Terminen in den USA. Danach fliegt er nach Europa, um die Tournee fortzusetzen, die ihn im April und Mai durch Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Tschechien, Deutschland, Frankreich, die Schweiz, Österreich und die Niederlande und im Oktober nach Großbritannien führt. Über die Tournee sagt er: „Musik ist meine Flucht vor allem, was in unserer Welt kaputt ist. Kommt vorbei und rockt Euren Blues mit meiner Band und mir weg.“
Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Wir alle sind gebrochen. Aber niemand ist unverbesserlich. Nach dieser Philosophie hat Walter Trout sieben Jahrzehnte lang im Herzen der amerikanischen Gesellschaft und der Blues-Rock-Szene gelebt. Selbst jetzt, wo die Welt durch Politik, Wirtschaft, soziale Medien und Kulturkriege zerrissener ist als je zuvor, beschreibt der berühmte US-Blueser auf seinem neuesten Album Broken die bitteren Brüche des modernen Lebens, weigert sich aber, ihnen zu erliegen. „Ich habe immer versucht, positive Songs zu schreiben, und dieses Album ist nicht ganz so positiv“, sagt der 72-Jährige über die Tracklist, die sowohl wütend als auch besänftigend ist. „Aber ich halte immer an der Hoffnung fest. Ich glaube, das ist der Grund, warum ich dieses Album geschrieben habe.“

Sonntag
17.11.2024
TICKETS
Vorverkauf: 24,80 Euro Abendkasse: 28,00 Euro
Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:00 Uhr
Leverkusener Jazztage im Scala Club

Arne Jansen & Stephan Braun

„Going Home – Tribute to Mark Knopfler & Dire Straits“

Der Duft der Kindheit. Das tröstliche Gutenachtlied der Eltern. Der erste Kuss. Wie großartig wäre es, könnte man die magischen Eindrücke des noch jungen Lebens für immer konservieren! Nicht in Form eines entfärbten Schnappschusses, sondern in seiner ganzen emotionalen Essenz. Gewissermaßen als „Explosion im Herzen“, wie es im Text des Dire-Straits-Songs „Romeo & Juliet“ heißt.

Woran die Neurowissenschaft im Silicon Valley möglicherweise noch fieberhaft experimentiert, ist dem Gitarristen Arne Jansen und dem Cellisten Stephan Braun mit ihrem Album „Going Home“ bereits gelungen – die Zuhörenden unmittelbar teilhaben lassen am Zauber des ersten Mals. Als man nur Gefühl war und ohne Vorurteile. So wie Arne Jansen in jenem Dänemark-Urlaub Mitte der 1980er Jahre, der mit einer herben Enttäuschung begonnen hatte.

Anstatt des gewünschten „Die drei Fragezeichen“-Hörspiels hatte der Vater eine merkwürdige Musikkassette auf dem Flohmarkt gekauft. Es handelte sich um die „Love Over Gold“ der Dire Straits mit dem epischen Opener „Telegraph Road“. Für Jansen, damals acht oder neun Jahre alt, war es eine ähnlich elektrisierende Erfahrung wie der gezackte Blitz auf der Hülle. Er habe die anfänglich so missgünstig beäugte Kassette rauf- und runtergehört, erinnert sich der gebürtige Flensburger.

Eine Zufallsbegegnung mit Langzeitfolgen: „Der Song ,Telegraph Road‘ ist der Grund, warum ich angefangen habe, Gitarre zu spielen“, erzählt Jansen. Was ein enormes Glück für die hiesige Musikszene war. „Einen Jazzgitarristen vom Format des Berliners Arne Jansen hat es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Vielleicht noch nie“, urteilte etwa das Fachmagazin Jazzthetik über Jansens spartensprengende Fähigkeiten auf seinem Instrument, die ihm unter anderem zwei Auszeichnungen mit dem „ECHO Jazz“ für die Alben „The Sleep of Reason – Ode to Goya“ und „Nine Firmaments“ einbrachten.
„Going Home“ ist nun die persönlichste Einspielung des Gitarristen, den man u.a. als kongenialen Saitenpartner des Trompeters Nils Wülker kennt. Jansen nimmt die Zuhörenden mit auf eine Reise zu den Wurzeln seiner Musikbegeisterung. Und lässt sie mit jedem nuancenreichen Ton spüren, was ihm die Dire Straits und ihr gitarristischer Kopf Mark Knopfler einst bedeuteten und welche fein verästelten Seeleneindrücke sie bei ihm hinterlassen haben. In dem Cellisten und Bassisten Stephan Braun, mit dem er seit über 20 Jahren musikalisch und freundschaftlich eng verbunden ist, hat Jansen einen gleichermaßen überraschenden wie perfekten Duett-Partner für die originellen kammer-jazzrockigen Umdeutungen der Songs seiner Jugend gefunden.

Denn Braun ist ein Ein-Mann-Orchester, der dank einer zusätzlichen tiefen Saite auf dem Cello, ungewöhnlicher perkussiver Spieltechniken und großem improvisatorischem Geschick die Funktionen einer ganzen Band zu übernehmen vermag (wer sich das anschauen möchte, sollte auf YouTube unbedingt mal nach Brauns atemberaubenden „Somewhere Over the Rainbow“-Live-Versionen mit US-Gesangsstar Melody Gardot suchen).

Klar ist: So wie auf „Going Home“ hat man die bekanntesten Lieder der erfolgreichsten britischen Rock-Gruppe der 1980er Jahre noch nie gehört. Das geht sogar so weit, dass man die millionenfach verkauften Gassenhauer stellenweise kaum oder erst ganz spät erkennt und sie dadurch ganz neu für sich entdecken kann – sei es „Money for Nothing“, das als Walzer mit einem gewissen Wüsten-Rock-Twang wiedergeboren wird, sei es das unglaublich lässig tänzelnde „Sultans of Swing“ oder das beinahe schon clubbig-psychedelisch daherkommende „Calling Elvis“.

Als besonders eindrücklich erweist sich neben Jansens Solo-Vortrag des Titelstücks mit seiner feinen Chord-Melody-Poesie die stille Duo-Lesart des Welthits „Brothers in Arms“. Zu Letzterem hat Jansen eine spezielle Verbindung – 2012 spielte er die Nummer mit seinem Trio beim Konzert im Rahmen des Koktebel Jazz Festivals auf der Krim, die damals noch ukrainisch war.

Donnerstag
03.10.2024
TICKETS
Vorverkauf: 34,50 Euro Abendkasse: 38,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

WDR 2 Lachen Live

WDR 2 „Die 90er Comedyshow“

Endlich: WDR2 Lachen Live ist zurück! Mit dem neuen Programm „Die 90er Comedy Show“ zappen sich die WDR2-Gag-Street-Boys vom Radio auf die Bühne: Tobias Brodowy und Uli Winters (die Macher der „Ampel-WG“) und Henning Bornemann (Lurch-Peter Hansen). Und: sie haben sich dazu GÄSTE eingeladen!
In Leverkusen mit dabei: Lisa Feller und Live-Musik-Comedy von Dr. Pop! Ablachen über die 90er – bis das Tamagotchi platzt!

Freitag
11.04.2025
TICKETS
Vorverkauf: 29,00 Euro Abendkasse: 32,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

Queen Kings

Tribute to QUEEN

The Queen Kings“ gilt als eine der besten Queen-Tribute-Bands und tourt schon seit vielen Jahren durch Deutschland und Europa.

Kenner schätzen die Band für Ihre Authentizität – sie haben sich den Queen-Sound bis ins kleinste Detail zu eigen gemacht, bleiben aber dennoch sich selbst treu und behalten eine eigene Note. So wirken sie nicht wie eine farblose Kopie, sondern überzeugen das Publikum jedes Mal mit ihrer Leidenschaft und Begeisterung.
In der zu 100% live gespielten Show darf man neben den Welthits wie „A kind of magic“, „Don’t stop me now“ und „We are the champions“, auch einige Überraschungen erwarten. Ganz im Sinne des extrovertierten und theatralischen Freddie Mercury nutzen die Queen Kings das umfangreiche und vielseitige Repertoire von Queen, um mit feinem Gespür für Dramaturgie und einer genau abgestimmten Lightshow eine spannende und kurzweilige Show mit vielen Höhepunkten zu produzieren, die voll unter die Haut geht.

Leadsänger Sascha Krebs stieß 2017 zu den Queen Kings. Er spielte zuvor schon mit Bassist Rolf Sander beim Musical „We will rock you“, wobei es zur Zusammenarbeit mit den Queen-Musikern Brian May und Roger Taylor, und einem gemeinsamen Auftritt kam. Der gebürtige Heidelberger nimmt das Publikum mit seiner sympathischen Art für sich ein und überzeugt mit seiner ausdrucksvollen Stimme, die dem Tonumfang von Freddie Mercury entspricht.
Im Rahmen der „Rock meets Classic“ Tourneen trat er in Wacken vor über 75.000 Zuschauern auf und teilte die Bühne mit u.a. Alice Cooper, Bonnie Tyler, Rick Parfitt (Status Quo), Ian Gillan (Deep Purple), und Paul Rodgers (Free, Bad Company, Queen).
Vervollständigt wird die Besetzung der Queen Kings durch die langjährigen Bandmitglieder Susann de Bollier (Gesang), Christof Wetter (Keyboard), Drazen Zalac (Gitarre), und Oliver Kerstan (Drums). Mit genauer Kenntnis der Queen-Arrangements, vierstimmig gesetztem Chorgesang, und Original Equipment schaffen es die sechs Musiker, den typischen Queen Sound zum Leben zu erwecken und getreu dem Motto „more than just a tribute“ neu zu interpretieren.

Freitag
20.12.2024
TICKETS
Vorverkauf: 29,00 Euro Abendkasse: 32,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

Jakob Hansonis Band feat. Pit Hupperten

David Bowie Tribute

Die Band um den Grönemeyer-Gitarristen Jakob Hansonis und den Sänger Pit Hupperten (Bläck Fööss) besteht schon viele Jahre und immer wieder fanden einzelne Bowie-Titel den Weg in ihr Repertoire. Als der „Thin White Duke“ im Januar verstarb, war für die Band klar: das nächste Konzert muss anders werden! Ein komplettes Bowie-Programm als respektvolle Verneigung vor dessen Erbe – abseits jeglicher Maskerade und peinlicher Nachahmungen, sollte es sein. Und nach zwei Proben stand alles. Die Premiere im Kölner „Blue Shell“ wurde ein solcher Erfolg, der die Band seither antreibt, dieses junge Tribute-Projekt mit vollem Elan fortzuführen.

Exquisite Songauswahl, musikalisches Können und pure Leidenschaft haben ihren ersten Auftritt unter „Space Oddity“ zu einem unvergesslichen Ereignis werden lassen. Für alle, die das ausverkaufte Debüt verpasst haben, gibt es nun die Gelegenheit, Jakob Hansonis und seine fantastische Band mit ihren Versionen von bekannten wie unbekannteren Bowie-Klassikern live zu erleben. Die Band tourt mit „Space Oddity“ durch Deutschland! Der Terminkalender wächst stetig.

Jakob Hansonis & Band präsentieren die Songs äußerst druckvoll, manche sind modernisiert und weiter ausgeführt worden, andere sind neu arrangiert und rockiger. Hupperten adaptiert Bowies gesangliche Kennzeichen auf geschickte und eigene Weise – alles in allem mehr als nur ein Cover und niemals bloßes Plagiat.

Man darf sich auf einen außergewöhnlichen Abend freuen!

Freitag
10.10.2025
TICKETS
Vorverkauf: 29,00 Euro Abendkasse: 32,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

Kai Magnus Sting

JA, WIE?! Tacheles und Wurstsalat“

Ja, wie?!
Wo kriege ich Wissen her, wenn ich keins habe? Warum komme ich mir im Baumarkt überflüssig und verloren vor? Wer kann mich da rausholen? Warum ist das intelligente Leben zu schlau für mich? Warum hängt immer alles miteinander zusammen? Und warum eigentlich immer ich?!
Man steht manchmal da und hört sich selbst sagen: „Ja, wie?!“ Weil man alles nicht weiß.
Da hilft nur eins: Tacheles. Und Wurstsalat. Und beides serviere ich euch und Ihnen sehr gerne. In meinem neuen Programm. Ein Programm über mich und alle anderen. Denn ich vermute, dass meine Probleme auch eure Probleme sind. Und wenn nicht, dann habt ihr Glück. Was auch nicht schlecht ist. Aber das Programm möchte jetzt gespielt werden. Weil es fertig ist, genau wie ich. Denn ich habe es ja geschrieben. Das Programm. Nicht das Leben. Das wäre ja zu schön. Und jetzt kommt gucken – oder Sie. Und dann gibt’s Tacheles und Wurstsalat.
Kai Magnus Sting, der angesagte Humorheld aus Duisburg, geht mit seinem neuen Soloprogramm „JA, WIE?! TACHELES UND WURSTSALAT“ auf Tour. Kai Magnus ist anders als alles, was es in Deutschland gibt. Hinter dem Aussehen eines Bruders von Heinz Erhardt verbirgt sich ein Ruhrgebiets-Tarantino: schnell, witzig, spontan, skurril, absurd und unfassbar lustig. Wer Kai Magnus Sting mit seinem unverwechselbaren Charme und seiner einzigartigen Performance einmal erlebt hat, weiß, dass nur wenige Menschen lustiger und eigener sind als er.
Kai Magnus Sting: ein krawattentragender Humoravantgardist. Absolut sehenswert!

Donnerstag
20.03.2025
TICKETS
Vorverkauf: 32,00 Euro Abendkasse: 35,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

Maxi Gstettenbauer

STABIL

Maxi Gstettenbauer bleibt STABIL
Der Mann mit dem rollenden R und individueller Schneidezahn Konstellation ist aus der deutschen Comedy nicht mehr wegzudenken. Seit nun 15 Jahren geht der gebürtige Niederbayer einer geregelten Arbeit aus dem Weg und unterhält dabei tausende Zuschauer. Maximilian Ronald Alfons Gstettenbauer (so sein voller Name) ist der sympathische Familienvater der sowohl an der Welt als auch an den eigenen Ansprüchen verzweifelt. Er tut das leider oftmals auf lautstarker Art, was schlecht für seinen Blutdruck, aber hervorragend für unser Zwerchfell ist! Der Proto-Millennial ist einer der wenigen Vertreter seiner Zunft, die sowohl die bumskomische Alltagscomedy als auch die filigrane Gesellschaftskritik beherrschen. Die Zukunft rüttelt an den Zäunen unserer Gegenwart. Niemand will sich bewegen, damit alles so bleibt wie es nie war. Dabei sind die stabilsten Gebäude der Welt so gebaut, dass sie bei einem Erdbeben mitschwingen. Denn nichts bricht schneller als ein Balken, der sich nicht biegen kann.
Dieser Balanceakt zwischen verlässlicher Pointenlieferung und überforderten Weltschmerz ist die künstlerische Ursuppe von Maxi Gstettenbauer.
Wenn alle Gewissheiten vom Tisch gefegt wurden, sucht der schwarzhumorige Familienvater nach Antworten auf die großen Fragen: Kann man die EU-Außengrenzen auch in Call of Duty verteidigen? Kann man den Klimawandel nicht einfach bestreiken? Und wie kann eine Atombombe schädlich sein, wo sie doch vegan ist? Um STABIL zu bleiben, muss man sich bewegen. Am besten in ein Theater in ihrer Nähe!

Sonntag
08.09.2024
TICKETS
Vorverkauf: 25,20 Euro Abendkasse: 28,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

Chris Jagger

In concert!

Chris Jagger war sehr beschäftigt. So, wie auf den ersten Blick eigentlich immer. Da gab es einerseits das Songwriting: Zusätzlich zum Stapel der mehr als einhundert Kompositionen, die er in den letzten Jahren geschrieben, aufgenommen und veröffentlicht hat, war er ebenfalls auf dem Dutzend Alben zu hören, die von ihm erschienen sind. Einige davon im Alleingang, andere mit seiner Band Atcha. Und dann gab es da noch seine kleine Tierhaltung, die er gemeinsam mit seiner Frau in seinem Bauernhaus in der Nähe von Glastonbury betreibt, in dem die beiden nun schon seit zwanzig Jahren heimisch sind und sich den Hof mit diversen Hühnern und Schafen teilen. Interessierte sollten ein Ohr offenhalten, ist das liebe Vieh doch in einer kleinen Statistenrolle auf seinem brandneuen Album „Mixing Up The Medicine“ zu hören, dessen Release für den 10. September via BMG geplant ist.

Außerdem hat Jagger den Lockdown damit verbracht, endlich seine Autobiographie „Talking To Myself“ zu beenden, an der er seit geraumer Zeit gearbeitet hat und die ebenfalls am 10. September erscheint. Ein prall gefülltes, detailfreudiges und amüsantes Gossip-Märchen, das weit zurück auf seine Jugend in Dartford, Kent zurückblickt, wo er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Mick aufwuchs. Und natürlich zeichnet es das Erwachsenwerden der beiden Geschwister nach – und ihre eng verbundene, lebenslange Liebe zum Blues. Und nicht zuletzt sind auch die musikalischen Abenteuer des jüngeren Jaggers ab Beginn der 70er Jahre verzeichnet; inklusive recht unterhaltsamer Exkurse über seine Reisen nach Indien, Pakistan, Afghanistan und nach Israel, wo er in einer Produktion des Musicals „Hair“ mitwirkte.

„In den 1990ern dachte ich daran, ein Buch zu schreiben, als ich an einigen journalistischen Beiträgen arbeitete“, erklärt der lebenslange Multitasker, der laut seiner illustren Vita zudem die Bretter mit Pierce Brosnan und Ciarán Hinds geteilt hat, Blues-Dokumentationen für die BBC und Sky Arts produzierte und flüchtige Textergänzungen zu den beiden Rolling Stones-Alben „Dirty Work“ und „Steel Wheels“ hinzufügte. „Ich habe versucht, das Projekt ein paar Leuten vorzustellen. Ich stellte fest, dass die Literaturwelt eher schwerfällig funktioniert. Ich nahm mir einen Literaturagenten – und wir sprechen hier von einer Zeit, in der man seine Briefe noch auf der Schreibmaschine einhämmerte – brachte es aber nicht viel weiter als auf ein paar Probe-Kapitel. Also legte ich meine Pläne erstmal auf Eis. Das Lustige war: Sobald ich das altehrwürdige Alter von 40 Jahren erreicht hatte, schien sich auch meine Einstellung zu ändern. Ich entschloss mich, nur noch zu tun, was ich selbst wollte und mich nicht mehr darum zu kümmern, was Andere darüber denken könnten. Vielleicht war ich in der Vergangenheit einfach zu bemüht, meine Unzulänglichkeiten zu verstecken und scheute mich vor der Kritik Anderer. Man übertreibt es einfach, seine Taten zu rechtfertigen. Was die Leute sagen oder in der Zeitung über dich schreiben, kann extrem verletzend sein, wenn man es zu sehr an sich heranlässt.“

„Ich dachte nur: Scheiss drauf…“, ergänzt Jagger. „Und fuhr fort, die Musik zu spielen, die ich spielen wollte. Auch wenn sie nicht kommerziell war. Irgendwann würden sich die anderen schon daran gewöhnen und einlenken. Eine Tatsache über die Cajun-Musik – so dachte ich – wäre, dass sie nie aus der Mode kommen würde. Weil sie einfach nie groß in Mode war. So wie Folkmusic, die immer da ist und die Leute immer neu für sich entdecken.“

Also setzte Jagger die Arbeiten an seinem Buch im Jahr 2019 fort. Auch, wenn dies hieß, eine kleine Pause von seinen Liveauftritten einzulegen, mit denen er sich den größten Teil seines Erwachsenenlebens vertrieben hatte. Seine letzte Konzertreise bestand aus einer World-Tour mit Charlie Hart im Jahr 2018/ 2019. Den folgenden Lockdown verwandelte er kurzerhand in eine unvorhergesehene Zugabe, wie er weiter erklärt. „Das Schreiben nahm mehr Zeit in Anspruch, als ich erwartet hatte.
Mir wurde klar, dass ich dem Buch meine ganze Aufmerksamkeit widmen musste. Das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Es ist gut und schön, ein paar Geschichten miteinander zu verbinden. Doch was war es, was meinen persönlichen Stil ausmachte? Ich schrieb alles ganz allein – ohne die Hilfe eines Ghostwriters – und musste meine ganz eigene Stimme finden. Man will ja nicht zu literarisch werden. Aber vielleicht ein ganz kleines Bisschen. Also warum nicht?“

War es auch wichtig, seine Geschichte der Rolling Stones zu erzählen?

„Nun ja. Wenn man das Glück hatte, seinen Bruder mit 14, 15 Jahren in einer Blues-Band zu erleben, sind diese Geschichten in meinen Augen interessanter als die Erfahrungen, die meine Altersgenossen sonst so gemacht haben. Sie mochten Marty Wilde und Cliff Richard, während ich Jimmy Reed und Howlin` Wolf hörte. Das war so viel erwachsener. Diese Musik zu kennen, gab einem den Ausblick in eine völlig andere Welt.“

„Im Buch gibt es eine Passage, in der ich mir die so langsam flügge werdenden Rolling Stones im Londoner The Scene Club anschaue“, so Chris weiter. „Ich hatte das tatsächlich vor ein paar Jahren schon mal aufgeschrieben, als ich mich noch an jede Einzelheit wie Keith und sein Barrett erinnern konnte. Das erschien mir als wichtiges Element, also habe ich versucht, es nochmal zum Leben zu erwecken. Die Kapitel, die mir am meisten Spaß gebracht haben, waren jedoch die über meine Reisen; besonders nach Indien. Ich hätte wohl ein Reisejournalist werden sollen. Doch ich habe nicht wirklich wert daraufgelegt, jedem von den wunderschönen Orten zu erzählen, an denen ich war. Man wäre nur dort hingeströmt und hatte sie zerstört!“, fügt der ebenso höchst amüsante wie auch sachliche Chris Jagger hinzu, der offenbar schon in jungen Jahren eine ordentliche Portion Wahrheitsserum aufsog, von der er bis heute zehrt.

Andere Frage: Wird „Talking To Myself“ die einzige Aufzeichnung der Jagger-Familie bleiben, falls Mick niemals seine eigenen Memoiren schreibt?

„Well… Ich habe keine Ahnung“, so Chris zögernd. „Ich erzählte ihm, dass ich mein Buch fast fertig hätte und wir uns nun an seines machen sollten. Er hat nur gelacht. Er würde ein fantastisches Buch schreiben. Er verfügt über eine extrem gute Erinnerungsgabe; allein deshalb würde ich seine Story gerne mal lesen. Wir teilen die gleichen frühen Einflüsse, in deren Zentrum immer unsere Eltern standen. Ich hoffe, die LeserInnen werden diese Einzelheiten mögen; wie meine Mutter und mein Vater ausgesehen haben zum Beispiel. Das Schreiben kann oft sehr nüchtern und erklärend sein; es muss nicht immer poetisch sein. Ich habe sogar ein paar Rezepte mit eingebaut“, so Chris lächelnd.

Und der Titel? Chris beichtet schmunzelnd, dass er eine Weile dafür in Anspruch nahm.

„Als Alternativtitel hatte ich `I Was There` im Kopf. Oder auch `Relative Obscurity`“, so die lachende Antwort. „Es ist ja nicht so einfach, einen Titel zu finden. Elton John hat sein Buch `Me` genannt. Ist das etwa ein guter Titel?“

Am Ende machte dann doch „Talking To Myself“ das Rennen – ein Titel, der sich ebenfalls als Jazz-angehauchter Song auf seinem kommenden Album „Mixing Up The Medicine“ wiederfindet. Mit einer Veröffentlichung einen Tag später, am 10. September stellt „Mixing Up The Medicine“ eine lockere, lebendige Sammlung von Jagger/ Hart-Originalen dar; manche in Zusammenarbeit mit einem seit 172 Jahren verstorbenen Dichter entstanden, der Rest mit seinem langjährigen musikalischen Flügelmann und Pianisten, Charlie Hart.

Gemeinsam arbeitete man intensiv aus einem Studio im Süden Londons nahe Charlie Hart’s Haus in Lewisham, in Jaggers Bauernhaus und auch online, wenn die Lockdown-Bestimmungen gerade nichts anderes zuließen.
„So eng wie auf diesem Album haben wir noch nie zusammengearbeitet“, so Jagger.

Als Verstärkung berief man eine wahre Hitlist-Riege renommierter Musiker, die das Ihrige zu den Kompositionen beisteuerten. Namentlich sein alter Freund Olly Blanchflower am Doppelbass, Atcha-Bandkollege Dylan Howe an den Drums („ein angesehener Jazz-Musiker, der auch Rock `N Roll mit Wilko Johnson spielt“) sowie der altgediente Producer-Veteran John Porter, der mit allem gearbeitet hat, was Rang und Namen hat: Angefangen bei The Smiths bis Roxy Music, Buddy Guy, BB-King und Elvis Costello. Porter wiederum brachte den erfahrenen Gitarristen Neil Hubbard (Bryan Ferry, Joe Cocker) sowie ein paar von Harts Südlondoner Kumpels an den Bläsern mit ins Boot, Nick Payn und Frank Mead.

„Danach brachte ich noch John Etheridge mit rein – einen alten Bekannten, der irgendwann mal mit Soft Machine gespielt hat. Er hat ein paar Jazz-Gitarren beigesteuert. Außerdem kam noch Jody Linscott an den Percussions dazu, die ich seit den 70ern kenne. Größtenteils wurden die Tracks live im Studio mitgeschnitten. Damit kenne ich mich am besten aus. Außerdem ist das eine einträchtige Beschäftigung.“ Eine Kategorie, in die man auch Bruder Mick als Backing-Sänger einsortieren könnte.

Für ihre Inspirationen schweiften Chris und Charlie buchstäblich in die Ferne:
„Charlie hat ein Herz für den Jazz, also haben wir zwei oder drei Tracks in diesem Stil aufgenommen. Dann entdeckte ich diesen seltsamen Dichter namens Thomas Beddoes“, so Chris über den im 19. Jahrhundert lebenden Autoren und Physiker. „Ich las ein Buch von Ezra Pound, der Beddoes erwähnte. Ich dachte, da Pound ihn erwähnt, sollte ich ihn auch mal nachschlagen. Ich beschäftigte mich mit seinem Buch `Death´s Jest Book`, in dem diese echt seltsamen Stücke zu finden sind. Er war ein Dichter aus Bristol; sein Vater war ein Bekannter von Shelley. Vielleicht schlug er deshalb nach diesen Dichtern der Romantik. Außerdem war er Alkoholiker und brachte sich 1949 in Basel um, indem er sich vergiftete. Er wurde nur 45 Jahre.“

„Ich nahm seine Verse und verarbeitete sie in der Musik“, so Chris weiter. „Ich dachte, er könnte als größtenteils verkannter und unbeachteter Dichter ein wenig Ruhm gebrauchen. Gerade von diesem Schlag gibt es ja genug…“ Und so finden sich seine Gedichte auf drei Songs wieder: Auf dem unwiderstehlichen, an Madness erinnernden Ska-Pop-Opener „Anyone Seen My Heart?“, dem Shanty-lastigen „Love´s Horn“ und dem Voodoo-Soul getriebenen „Wee, Wee Tailor“. In Harts Jazz-Kategorie fallen dagegen „Talking To Myself“, das vom Vibe New Orleans` geschwängerte „Merry Go Round“ und der spätnächtliche Crooner „A Love Like This“. Nicht zu vergessen das tröstliche Blues-Lamento „Hey Brother“; eine berührende Ode an die lebenslange Verbindung zwischen Brüdern.

Eines jedoch verbindet alle Songs zu einer Einheit: Eine gewisse Unbehauenheit, eine Lockerheit und der Gemeinschaftssinn verschworener Kumpels, die zusammen jede Menge Spaß haben. „Sehen wir mal den Tatsachen ins Auge: Wir kommen so langsam ans Ende unserer Karrieren“, fasst Chris zusammen. „Man weiß nie, ob man gerade sein letztes Album macht. In Anbetracht dieser ganzen Musiker hatte ich das Gefühl, dass sie alle zeigen wollten, dass sie es noch draufhaben. Und dass sie viel engagierter sind, als wenn es sich um eine ganz normale Session gehandelt hätte. Alle waren mit Leib und Seele dabei.“

Das Ergebnis heißt „Mixing Up The Medicine“: Ein genussvolles, lebensverlängerndes Album eines in den unterschiedlichsten Musikstilen versierten Mannes, eingedampft auf zehn unverschnörkelte Stücke. „Irgendwann wurde mir klar, dass `mixing up the Medicine` ebenfalls eine Zeile aus dem `Subterranean Homesick Blues`-Album ist“, so Jagger augenzwinkernd. „Hatte ich komplett vergessen. Aber ich bin eben ein großer Bob Dylan-Fan, also kann das wohl nichts Schlechtes sein, oder?“

Mittwoch
27.11.2024
TICKETS
Vorverkauf: 38,00 Euro Abendkasse: 40,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Leverkusener Jazztage im Scala Club

TEN YEARS AFTER

Live 2024!

Knallharte Gitarrenriffs, epische Soli und innovative Arrangements stehen für eine Band, die bis heute überzeugt.

Ten Years After stehen auch in ihrem 53. Lebensjahr nicht still. Nach ihrem legendären Auftritt in Woodstock im Jahr 1969 erlangten die Pioniere der British Blues Invasion internationalen Ruhm und spielten mit der Zeit in einigen der größten Konzertsäle der Welt (Madison Square Garden New York, Budokan Tokio, Royal Albert Hall London, Jahrunderhalle in Frankfurt und vielen anderen). Erst kürzlich veröffentlichten sie das jüngste Live-Aufnahme „Naturally Live“ auf Vinyl.

Das Dutzend Songs darauf steht beispielhaft für die schiere Zeitlosigkeit des Quartetts, das neben den Gründungsmitgliedern Chick Churchill (Keyboards) und Ric Lee (Schlagzeug) aus Jungspund Marcus Bonfanti (Gesang und Gitarre) sowie Bassist Colin Hodgkinson (Spencer Davis, Alexis Korner, Back Door, Peter Green, John Lord, Charlie Watts, Whitesnake, Chris Rea, das britische Blues-Quintett, Konstantin Wecker) besteht. Ebendiese Besetzung bestreitet gerade die „Cricklewood Green 50th Anniversary Tour“.

Während die Veteranen mehr als ein halbes Jahrhundert unterwegs feiern, kommen Klassiker wie „Love Like A Man“, „Good Morning Little Schoolgirl“, „The Hobbit“, „One Of These Days“ und „Choo Choo Mama“ genauso zum Zug wie langjährige Fan-Favoriten wie „Gonna Run“, „Nowhere To Run“, „I Say Yeah“, „Hear Me Calling“ oder „I’d Love To Change The World“, nicht zu vergessen einige Überraschungen und Tracks jüngeren Datums.

Im Rahmen der Show werden Ten Years After zudem ihr wegweisendes Album „Cricklewood Green“ in seiner Gesamtheit spielen, um an den 50. Jahrestag seiner Veröffentlichung zu erinnern. Mit ihrer jugendlichen Frische festigen die Unverwüstlichen ihren kultigen Ruf als eine der ältesten und wichtigsten Gruppen aus der Frühphase lauter, souliger Rockmusik – ein Event, das man sich definitiv nicht entgehen lassen darf.

Freitag
11.10.2024
ausverkauft
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Scala Club

EMMVEE

War das zu hart?

EMMVEE geht mit seinem neuen Programm auf Deutschland-Tour
EMMVEE ist back und verschiebt spielerisch die Grenzen des Humors! In seinem neusten Programm
lädt er das Publikum ein, gemeinsam mit ihm herauszufinden: Was darf Comedy eigentlich? Der
Gedanke, dass alle gleich sind, steht dabei an erster Stelle. EMMVEE macht Witze über alles und
jeden und teilt Erfahrungen aus seinem eigenen Leben. Dabei setzt er seinen unwiderstehlichen
Charme ein und zieht das Publikum mit seinem typischen humorvollen Augenzwinkern in seinen
Bann. Durch eine gelungene Mischung aus Interaktionen mit dem Publikum und messerscharfen
Pointen wird EMMVEEs Show zu einem einzigartigen Erlebnis. Danach darf sich das Publikum selbst
die Frage stellen: War das zu hart?

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