Dienstag
17.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 30,00 Euro Abendkasse: 35,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

Lakecia Benjamin "We Dream"

47. Leverkusener Jazztage

Die fünfmalige GRAMMY-Nominierte Lakecia Benjamin ist eine Altsaxophonistin, MC und Bandleaderin, die für ihre fesselnden Live-Auftritte bekannt ist. Ihre gefeierten Alben „Phoenix“ und „Pursuance: The Coltranes“ haben sie fest unter den führenden Jazzkünstlern etabliert und ihr Lob von der „New York Times“, dem „Guardian“ und „DownBeat“ eingebracht.

„Phoenix“ brachte ihr drei GRAMMY-Nominierungen und eine Nominierung für den NAACP Image Award in der Kategorie „Outstanding Jazz Album“ ein. Von der Jazz Journalist Association zur Altsaxophonistin des Jahres und von der Library of Congress zur Jazz-Wissenschaftlerin ernannt, steigt Benjamins Bekanntheit weiter an. Im Jahr 2024 veröffentlichte sie „Phoenix Reimagined (Live)“ bei Ropeadope, auf dem sie mit John Scofield, Randy Brecker und JeU „Tain“ Watts zusammenarbeitete. Ihr Auftritt wurde in „The Late Show With Stephen Colbert“ hervorgehoben und erhielt bei ihrem Debüt bei NPRs „Tiny Desk“ außergewöhnliche Kritiken, was ihr außergewöhnliches Talent weiter unterstrich. „Phoenix Reimagined“ erhielt zudem zwei GRAMMY-Nominierungen.

Sonntag
01.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 38,90 Euro Abendkasse: 41,90 Euro
Einlass: 17:00 Uhr Beginn: 18:00 Uhr
Erholungshaus

Judith Owen Septet | Jamie Baum Quartet | Anke Helfrich Trio

47. Leverkusener Jazztage

Judith Owen Septet

Judith Owen ist eine genreübergreifende Sängerin, Songwriterin und Geschichtenerzählerin, deren Werk Jazz, Blues, Big Band, Rock, Pop, klassische Musik und Musiktheater umfasst. Bekannt für ihre charismatischen Live-Auftritte – teils Konzert, teils Theater – erschafft sie das, was sie selbst „Mini-Musicals“ nennt, und verbindet dabei Humor, Emotion und musikalisches Können.

Ihr neues Album Suit Yourself (veröffentlicht am 24. April 2026) fängt das gesamte Judith-Owen-Erlebnis ein. Es baut auf der Energie von Come On and Get It, dem Big-Band-Flair von Judith Owen Swings Christmas und der Unmittelbarkeit von Comes Alive auf. Das Ergebnis ist ein reichhaltiges, stimmiges Gesamtwerk, verwurzelt in Jazz und Blues und getragen von Owens unverwechselbarer Stimme und musikalischer Identität. Ob solo oder mit Ensemble – ihre Interpretationen sind zugleich intim und elektrisierend.

Jamie Baum Quartet

Die in New York lebende Flötistin, Komponistin, Sunnyside Records-Künstlerin, Produzentin und Dozentin Jamie Baum hat in den USA und in über 35 Ländern getourt und ist bei bedeutenden Festivals, in Clubs und Konzertsälen aufgetreten, darunter das Monterey Jazz Festival, das Madrid Jazz Festival, das Oeiras Jazz Festival, das Bermuda Jazz Festival, das Edinburgh Jazz Festival, das North Sea Jazz Festival, das Winter Jazzfest und das London Jazz Festival sowie Veranstaltungen wie das Tampere Jazz Happening, das Guimarães Jazz Festival und Jazztopad. Außerdem spielte sie u. a. im Bimhuis, in der Unterfahrt, in der Jazz Gallery, im Jazz Standard, in der 55 Bar, in Dizzy’s Club und im Blue Note Jazz Club. Sie trat mit so renommierten und unterschiedlichen Künstlern wie Randy Brecker, Roy Hargrove, Donald Brown, Tom Harrell, Paul Motian, Mick Goodrick und Kenny Barron ebenso auf wie mit Dave Douglas, Fred Hersch, Leni Stern, Louis Cole, Jane Bunnett, David Binney, Ralph Alessi, Anthony Braxton, Karaikudi Mani, V. M. Bhatt, Navin Chettri und Wadada Leo Smith.

Obwohl ihr Schwerpunkt hauptsächlich im Jazz liegt, war sie an zahlreichen Projekten, Aufführungen und Tourneen beteiligt, bei denen sie auch klassische Musik, Neue Musik sowie brasilianische und lateinamerikanische Musik gespielt hat. Für sechs CDs als Bandleaderin erhielt sie großes Kritikerlob; die meisten davon erschienen auf mehreren „Best-of-the-Year“-Listen und wurden vom Magazin DownBeat mit vier Sternen ausgezeichnet. Zu den beteiligten Künstlern zählen unter anderem Dave Douglas, Kenny Werner, Ralph Alessi, George Colligan, Amir ElSaffar und John Escreet. Inch By Inch (GM Recordings) der kooperativen Band Yard Byard: The Jaki Byard Project (mit Jerome Harris und George Schuller) erhielt ebenfalls vier Sterne von DownBeat. Jamie Baum wirkte zudem auf über 30 Aufnahmen als Sidewoman mit, darunter Produktionen von Dave Binney, George Colligan, Ursel Schlicht, Frank Carlberg, Patrizia Scascitelli, Taylor Haskins, Monika Herzig, Louise Rogers, Sarah McKenzie, Steve Lampert, Brian Landrus, Laura Andel, Judi Silvano, Shigeko Suzuki, James Hall und anderen.

Derzeit ist sie gemeinsam mit Anke Helfrich auf Tour;

Transkontinental phänomenal: das „JazzNights Special“ mit den Bands der vielfach preisgekrönten amerikanischen Flötistin Jamie Baum und der deutschen Pianistin Anke Helfrich, „eine der Gallionsfiguren des deutschen Jazz, eine Pionierin“ (NDR), werden halten, was viele versprechen. Die beiden hervorragenden Leaderinnen und ihre hochkarätig besetzten Ensembles stehen nicht nur für improvisatorische und kompositorische Exzellenz, für Vielfalt und Abwechslung und alle konsequenten Qualitäten, die Jazz besonders heute so spannend machen, sie sind vor allem auch jenseits ihrer Instrumente starke weibliche Stimmen in einer noch immer männlich dominierten Musikwelt. Auf unterschiedlichen musikalischen Wegen gehen die beiden Bands der Frage „What Times Are These“ nach, so der Titel von Jamie Baums siebtem Album, und kommen am Ende des Konzertabends gemeinsam zu einem inspirierenden Schluss, der sich auch im Titel von Helfrichs aktuellem Werk findet und uns alle bestärkt und ermutigt: We’ll Rise, in etwa: „es geht aufwärts“.

Anke Helfrich Trio

Anke Helfrich wuchs in Deutschland und Namibia auf. Sie studierte Jazzklavier in den Niederlanden und in New York City, wo sie 1996 ihr Trio gründete.

Bis heute hat sie als Bandleaderin fünf hochgelobte Alben aufgenommen, auf denen Gastkünstler wie Mark Turner, Roy Hargrove und Tim Hagans zu hören sind.

Ihr Trio wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, und 2016 erhielt Helfrich den ECHO Jazz Award („deutscher Grammy“) als beste nationale Instrumentalistin in der Kategorie Klavier/Keyboards.

2017 wurde sie vom Hessian State Ministry for Science and Arts geehrt und 2019 zur Kulturbotschafterin ihrer Heimatstadt ernannt.

Eine ihrer Kompositionen wurde in das Buch New Standards: 101 Lead Sheets by Women Composers aufgenommen, das von Terri Lyne Carrington kuratiert und 2022 veröffentlicht wurde.

2023 erschien ihr Album „We’ll Rise“ bei Enja Records & Yellowbird Records, das inspirierenden Frauen und vergessenen Pionierinnen gewidmet ist. Die CD wurde für den German Record Critics‘ Prize sowie für den German Jazz Prize in der Kategorie „Album des Jahres“ nominiert.

Helfrich war über 13 Jahre lang als Dozentin an der Mannheim State University of Music and Performing Arts tätig. 2011 gründete sie die Jazzabteilung am Dr. Hoch’s Conservatory in Frankfurt am Main, wo sie als Dozentin für Jazzklavier, Ensemble, Gehörbildung und Theorie arbeitet. Seit vielen Jahren gibt sie zudem Jazz-Workshops in Deutschland und im Ausland.

Mittwoch
04.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 40,00 Euro Abendkasse: 45,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

WDR Big Band feat. Mark Lettieri | Finn Heine & Discovery Collective

47. Leverkusener Jazztage

WDR Big Band feat. Mark Lettieri

WDR Big Band meets Mark Lettieri Group (mit der geballten Kraft der Snarky Puppy Rhythm Section)

Mark Lettieri – Gitarre

Wes Stephenson – E-Bass

Jason „JT“ Thomas – Schlagzeug

Daniel Porter_keys

Billy Test_piano

+ WDR Big Band

Leitung: Jörg Achim Keller

Auf dem Papier scheint die Rechnung einfach: Mark Lettieri(…) plus Jason „JT“ Thomas, das ergibt geballte Fusion-Power, quasi „Snarky Puppy ohne Bläser“. Dazu gesellen sich mit Wes Stephenson am Bass und Daniel Porter an den Keyboards weitere Musiker aus der Texas Szene und damit dem erweiterten Umfeld von Snarky Puppy. Addiert man statt Snarky Puppy nun die WDR Big Band mit ihren brillanten Bläsern hinzu, müsste sich in der Summe also ein irgendwie verwandtes Klangspektrum ergeben. Was sich nur zu schnell als Milchmädchenrechnung herausstellt: Zweifellos garantiert die spektakuläre Formation „WDR Big Band + Snarky Puppy Rhythm Section“ ein Höchstmaß an Power und Energie, und doch dürfte das musikalische Resultat etwas völlig Neues, womöglich sogar bislang Ungehörtes bringen – ein Großensemble der neuen Art: The New Funky Side of Things!

Tatsächlich ist Gitarrist Mark Lettieri, dessen Musik hier zu Gehör gebracht wird, einer der stilprägenden Snarky-Puppy-Musiker, und auch Jason Thomas trägt in der üppig besetzten Schlagzeug- und Percussion-Abteilung zum unverwechselbaren Gruppenklang bei. Wuchtig, oft ekstatisch mäandert die Fusion-Jazz-Rock-Formation aus Texas mit coolen Bläsersätzen, donnerndem Schlagwerk, rockiger Gitarre und klirrenden Keyboard-Attacken durch mal lyrische, mal groovende Texturen. Alle beteiligten Gastmusiker verfolgen zudem ihre eigenen Projekte, die eines verbindet: Zwischen Jazz, Blues, Funk, Fusion, fließenden Harmonien und Melodien machen sie einfach gute Musik. Und dies auch im gemeinsamen Trio, in dem Lettieris geniale Gitarrenentwürfe surrend über Stephensons coolen Lines auf dem fünfsaitigen E-Bass und Thomas‘ tightem Rhythmus dahingleiten.

Und die WDR Big Band? Immer schon erforschte der mächtige, schlicht alles könnende Klangkörper so selbstbewusst wie ergebnisoffen seine großorchestralen Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Tradition und Moderne. Nachdem sie 2019 zusammen mit Snarky-Puppy-Mitbegründer Bill Laurance ein phänomenales Konzert in der Philharmonie spielte, folgt nun mit Mark Lettieri und seinen Kollegen quasi eine Art Fortsetzung. Überraschungen und unvorhersehbare Wendungen sind garantiert! Arrangiert von Michael Abene und dirigiert von Jörg Achim Keller.
Finn Heine

Finn Heine & Discovery Collective

Mit „Broken Reality“ veröffentlicht die junge Band Finn Heine & Discovery Collective im
September 2026 ihr Debütalbum bei Jazzline Leopard Records.
Die Besetzung: Finn Heine (Gitarre), Darius Blair (Saxophon), Colin Schulte (Schlagzeug) und
Baruna Dhimaz (Bass) – bringt dieses Programm auch auf die Bühne und geht damit auf
Tour.

Die vier Musiker verbindet eine langjährige, intensive musikalische Freundschaft.
Bereits 2022 wurden sie mit dem 1. Preis des Future Sound Wettbewerbs ausgezeichnet und
spielten in den letzten Jahren auf renommierten Festivals wie den Leverkusener Jazztagen,
den Jazzopen Stuttgart, Jazzbaltica und wurden vom Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue
eingeladen.

Ihr Sound zeichnet sich durch unkonventionelle Strukturen, komplexe Rhythmen und
farbenreiche Klangwelten aus. Die Verbindung elektronischer Soundgestaltung mit
akustischen Instrumenten prägt den unverwechselbaren Charakter der Band. In ihren
Kompositionen erforschen die Musiker die Verschmelzung verschiedener musikalischer
Welten – stets mit dem Anspruch, eingängige Melodien in einen anspruchsvollen Kontext
einzubetten und so einzigartigen Grooves entstehen zu lassen.

Improvisation, Interaktion und die Schaffung einzigartiger Momente stehen dabei im
Zentrum ihres musikalischen Schaffens.

Freitag
06.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 42,00 Euro Abendkasse: 45,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

WOLFGANG HAFFNER TRIO | Joshua Milo Band

47. Leverkusener Jazztage

Wolfgang Haffner Trio

Wolfgang Haffner – 50 Jahre auf der Bühne und 60. Geburtstag
„The Jubilee Concert“
Wolfgang Haffner zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des europäischen Jazz –
ein Schlagzeuger von Weltformat, der in diesem Jahr gleich zwei außergewöhnliche
Jubiläen feiert: seinen 60. Geburtstag und beeindruckende 50 Jahre Bühnenpräsenz.
Mehr als 4000 Konzerte in über 100 Ländern, Mitwirkung auf rund 400 Alben, zwei ECHO
Jazz-Auszeichnungen – Haffners musikalische Vita liest sich wie ein internationales
Erfolgsmärchen. Ob mit Al Jarreau, Chaka Khan, Pat Metheny, Gregory Porter, Bill Evans
oder Klaus Doldinger, ob mit Hildegard Knef, Nils Landgren, Nightmares On Wax oder Die
Fantastischen Vier – die Liste seiner Kollaborationen ist ebenso lang wie klangvoll. Sein
unverkennbarer Stil, seine Vielseitigkeit und sein feines Gespür für Groove machen ihn
zu einem der meistgefragten Schlagzeuger weltweit.
Zum Jubiläum lädt Wolfgang Haffner zu einem ganz besonderen Konzertabend ein:
Gemeinsam mit seinen langjährigen musikalischen Weggefährten Simon Oslender
(Keyboards) und Thomas Stieger (Bass) präsentiert er im Wolfgang Haffner Trio Klassiker,
neue Werke und musikalische Wegmarken einer einzigartigen Karriere.
„The Jubilee Concert“ ist eine musikalische Feier – für Haffner selbst, für sein Publikum
und für die verbindende Kraft des Jazz.
Wolfgang Haffner (drums)
Simon Oslender (keyboards)
Thomas Stieger (bass)

Joshua Milo Band

Joshua Milo möchte Jazz-Fusion unterhaltsam machen – weniger verkopft, dafür umso spannender, humorvoller und tanzbarer. Seine 7-köpfige Band verwandelt jedes Konzert in eine wilde Fahrt: mal fühlt es sich an wie ein Rennen durch eine Mario-Kart-Strecke, mal wie ein Streifzug durch eine staubige Wüstenlandschaft. Voller Interaktion – sowohl innerhalb der Band als auch mit dem Publikum – wird jedes Konzert zu einem gemeinsamen Erlebnis, voller unerwarteter Wendungen und kollektiver Euphorie.

Sonntag
22.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 38,90 Euro Abendkasse: 42,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Erholungshaus

Julian & Roman Wasserfuhr feat. Juan Camilo Villa, Dennis Frehse, Jan Prax

TIMELINES

Julian & Roman Wasserfuhr
Timelines
feat. Juan Camilo Villa (b) & Dennis Frehse (drums)
Special Guest: Jan Prax (sax)

Julian & Roman Wasserfuhr gehören seit vielen Jahren zu den markanten Stimmen des deutschen Jazz. Ihr Spiel zeichnet sich durch klare Melodien, eine offene Klangsprache und ein feines Gespür für Atmosphäre aus – Merkmale, die den unverwechselbaren „Wasserfuhr-Sound“ prägen.

Für ihr Projekt Timelines arbeiten die Brüder erneut mit zwei langjährigen Freunden zusammen: dem kolumbianischen Bassisten Camilo Villa, der heute in Düsseldorf lebt, und dem deutschen Schlagzeuger Dennis Frehse, der seit vielen Jahren in Tokio zuhause ist. Die vier Musiker kennen sich seit ihren frühen künstlerischen Stationen, hatten sich jedoch über längere Zeit aus den Augen verloren. Das Wiedersehen führt nun zu einer Zusammenarbeit, in der musikalische Wege und Erfahrungen über Kontinente hinweg zusammenfließen.

Im Quartett entsteht ein lebendiger, rhythmisch präsenter und zugleich melodieorientierter Bandsound. Europäische Jazztradition, lateinamerikanische Einflüsse und urbane Impulse aus Japan greifen dabei organisch ineinander. Die Musik bleibt klar strukturiert, transparent und eröffnet viel Raum für Klangfarben und Interaktion.

Als Special Guest ergänzt der Saxophonist Jan Prax das Ensemble. Er zählt zu den markanten Stimmen des zeitgenössischen deutschen Jazz und überzeugt durch einen kraftvollen, zugleich differenzierten Ton. Mit seinem melodisch klaren und rhythmisch präzisen Spiel erweitert er Timelines um eine zusätzliche klangliche Farbe und bringt neue Impulse in das Zusammenspiel der Band.

„Timelines“ zeigt fünf Musiker, die nach vielen Jahren wieder zusammenfinden und ihre unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen in einen gemeinsamen, melodiegetragenen und lebendigen Bandsound einbringen.

Besetzung:
Julian Wasserfuhr – tp/flgh
Roman Wasserfuhr – p
Juan Camilo Villa – b
Dennis Frehse – dr

Special Guest:
Jan Prax – sax

Samstag
14.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 40,00 Euro Abendkasse: 45,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

YOUN SUN NAH | Searching for Home

47. Leverkusener Jazztage

YOUN SUN NAH – 2026
Immer auf der Suche nach Erneuerung wird Youn Sun Nah Anfang 2026 ihr 13. Album veröffentlichen und damit ihr 25-jähriges Jubiläum als Musikerin feiern.
Ihr letztes Album, „Elles“, war eine Hommage an die Songs, die ihren Werdegang geprägt haben. Dieses Mal kehrt sie mit einem völlig neuen Projekt zurück und knüpft damit an „Waking World“ an, mit dem sie
sich als Singer-Songwriterin etablierte.
Auf der Bühne wird sie von einer neuen Band begleitet, die das im Studio entstandene musikalische Erlebnis erweitert. Youn Sun Nah liebt es, die Grenzen zwischen Studioaufnahmen und Live-Auftritten – zwei wesentliche Facetten ihrer Welt – zu erkunden, neu zu interpretieren und zu verwischen.
Mal als Performerin, mal als Songwriterin, bewegt sie sich ohne festgelegten Weg vorwärts, Mal als Performerin, mal als Songwriterin, bewegt sie sich ohne festgelegten Weg vorwärts, getrieben von dem Wunsch, sich zu verlieren, um sich selbst wiederzufinden.
Doch auf der Bühne fühlt sie sich erst recht zu Hause, in einem grenzenlosen Raum, in dem Musik zu einem intimen Dialog mit dem Publikum wird.
Jedes ihrer Konzerte ist ein einzigartiges Erlebnis, bei dem Sanftheit und Intensität miteinander verschmelzen, als ob sie jedem Zuhörer direkt ins Ohr singen würde.

Searching for Home – 10th Birthday Tour
10 Jahre Searching for Home – das muss gefeiert werden! Das Bandkollektiv aus Leipzig bringt seine persönliche Birthday-Party auf Tour. Nach mittlerweile drei VeröJentlichungen, mehr als 170 gemeinsamen Konzerten und mehreren Auszeichnungen (1. Sparda Jazz Award, 1. Jazzfruit, 5. Burghausen Jazz Award) bringen Searching for Home eine mitreißende Jubiläumsshow aus neuen Songs und neu bearbeiteten Classics auf die Bühnen Deutschlands mit verschiedenen Abstechern ins Ausland. Mit frischem Sound beleuchten die Musiker*innen die unterschiedlichsten Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen. Ob von der Beziehung zu sich selbst, vom Hyperfokus auf eine Person oder vom Auseinanderleben – das Bandkollektiv erzählt mit pushendem Vorwärtsdrang und unfassbar ansteckendem Optimismus. Angeführt durch die vielseitige Stimme von Sängerin Ida bringen pulsierende Grooves, fette Bläsersetze, treibende Bässe und Gitarren sowie ausgefeilte Synthesizer-Sounds immer wieder neue Facetten in das energetische Liveprogramm. Damit setzen Searching for Home neue Maßstäbe in ihrem Forschungsfeld zwischen Jazz und Pop.

Mittwoch
11.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 35,00 Euro Abendkasse: 40,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

SILJE NERGAARD TRIO | KOOB

47. Leverkusener Jazztage

SILJE NERGAARD Gitarrentrio

Silje Nergaard – vocals
Hallgrim Bratberg – guitar
Håvar Bendiksen – guitar

Auf ihrem neuen Album „Tomorrow We’ll Figure Out The Rest” hat Silje Nergaard eine Sammlung wunderschöner melodischer Songs komponiert, die von klassischen Jazzstandards inspiriert sind. Songs über das Leben und die Liebe – universelle Themen, mit denen wir uns alle identifizieren können.

„Meine Songs komponiere ich immer am Klavier. Ich weiß, dass es eine Herausforderung sein kann, meine Songs auf der Gitarre zu spielen, da sie auf Klavierakkorden und Voicings basieren, aber meine Gitarristen finden immer kreative und originelle musikalische Lösungen, und ich verliebe mich jedes Mal in die Gitarrenversionen.

Silje und ihre Gitarristen Hallgrim Bratberg und Håvar Bendiksen spielen seit 15 Jahren zusammen. Beide Gitarristen sind einzigartige und brillante Instrumentalisten, die dazu beitragen, eine intime akustische Stimmung in ihrem Repertoire zu schaffen, diesmal mit den neuen Songs aus dem Album Tomorrow We`ll Figure Out the Rest sowie einer Vielzahl bekannter Songs wie dem wunderschönen „Be Still My Heart“ und „Lullaby to Erle“ und mitreißenden und funkigen Versionen von „My Crowded House“ und „Tell me Where You’re Going“, alles Songs aus ihrem Musikkatalog, die sowohl in zarten, schönen als auch in kraftvollen und manchmal sehr funkigen Gitarrenversionen gespielt werden.

Wer ein gemütliches Akustikgitarrenkonzert erwartet, wird vielleicht überrascht sein! Dieses Trio ist eine Explosion virtuosen, dynamischen und sehr beeindruckenden Gitarrenspiels, und manchmal klingt das Trio wie ein ganzes Orchester!
Siljes wunderschöne Stimme kommt in dieser musikalischen Klanglandschaft sehr gut zur Geltung. Es ist eine Freude, diesem fantastischen und unterhaltsamen Trio zuzusehen und zuzuhören.

Ihre Live-Show ist voller warmer und zärtlicher Darbietungen, die Balsam für Herz, Seele und Ohren sind und dem Publikum ein wahrhaft emotionales Erlebnis bescheren, bei dem die Zeit für einen wunderschönen Moment still zu stehen scheint.

KOOB ist das aufmüpfige Debütprojekt der jungen Berliner Sängerin Valeria Dele, die in Minsk geboren wurde.
Ihr sonorer Sprechgesang changiert zwischen den harmolodischen Wortspielen einer Jayne Cortez, Funk à la Meshell Ndegeocello und aktuellen HipHop-Experimenten.
Permanent schlüpft sie in unterschiedliche Rollen und nähert sich dem Ohr aus verschiedenen Perspektiven an. Ihre Flexibilität ist verblüffend.
Mit einigen der jüngsten Exponenten der Berliner Jazzszene groovt KOOB wie die Hölle am Freitag. Mal zieht sie die Zügel fest an und folgt einem klaren Plan, dann wieder lässt sie ihre Band einfach in freien Jams losziehen.

Wolf Kampmann, Jazz Thing

Besetzung:
KOOB – Gesang (BY)
Gabriel Fitros – Schlagzeug (DE)
Wolle Huber – Klavier (DE)
Seth Sjöström – E-bass (SE)

Samstag
07.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 58,00 Euro Abendkasse: 62,00 Euro
Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 20:00 Uhr
Erholungshaus

4 Wheel Drive | Darius Blair Quartett

47. Leverkusener Jazztage

»A German-Swedish supergroup! Landgren sings in a hauntingly husky whisper. He is disarmingly effective, especially on the ballads. And Wollny, a great pianist, accompanies atmospherically and his brief solos add a quizzical edge to the romance. Chart-toppers with charm. ****« The Times

»Ganz bezaubernd.« Der SPIEGEL

Vier Spitzenmusiker, eine Ausnahmeband. Ihr gemeinsamer Antrieb: Jazz.
Sie sind mit ihren eigenen Projekten höchst gefragt, nun haben sie sich als Quartett vereinigt:
Der schwedische Posaunist und Sänger Nils Landgren ist seit mehr als 25 Jahren die führende Instanz im europäischen Jazz. Am Piano sitzt »der vollkommene Klaviermeister« (FAZ), Michael Wollny, der »aus jeder nur erdenklichen Musik ein Erlebnis machen kann, das einem den Atem nimmt« (Süddeutsche). Ein Meister des Wohlklangs sowie gefühlvoller Melodiker an Bass und Cello ist der Schwede Lars Danielsson. Am Schlagzeug schließlich sitzt »Deutschlands coolster Drummer« (ARD ttt) und Groovemaster #1: Wolfgang Haffner.
Zusammen nehmen diese vier großartigen Solisten und Teamplayer Fahrt auf: Ein seltenes Ereignis, das einen mitreißenden und temporeichen Konzertabend verspricht.
»Hochklassige Musiker spielen schöne Arrangements, die federleicht ins Ohr gehen – und sich dort festsetzen.« Stern
»The playing is superb and Landren’s voice takes the sound away from the overly slick to something more interesting. Perfect late night jazz.« The Cronicle
»Landgren, Danielsson, Wollny und Haffner schließen sich zu einer Traum-Kombo des europäischen Jazz zusammen, die funktioniert, weil hier Einzelkönner als Teamplayer unterwegs sind.

Darius Blair Quartett

Das Quartett um den Frankfurter Saxophonisten Darius Blair präsentiert vorwiegend eigene Kompositionen, die zugleich dynamisch und geerdet, nostalgisch träumerisch und emotional geladen sind. Die Musiker verweben ihre Stimmen zu einem lyrischen Dialog, in dem der Kern jeder Melodie aufleuchtet. Mit der Seele des Post-Bop und der Lebendigkeit der New Yorker Newcomer-Szene begibt sich die Band auf eine musikalischen Reise, inspiriert durch Einflüsse aus Hard-bop, Gospel Klassik und Modern Jazz. In ehrwürdiger Verneigung vor ihren musikalischen Helden entsteht so ein ganz eigener, unverwechselbarer Sound.

Freitag
13.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 38,00 Euro Abendkasse: 42,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

Nils Wülker Quartett | Gregory Hutchinson

47. Leverkusener Jazztage

Nils Wülker ist in den letzten zwanzig Jahren zu einem der erfolgreichsten Jazztrompeter- und Komponisten in Europa avanciert. Bereits mit sieben erhält der 1977 in Bonn geborene Musiker Klavierunterricht, im zehnten Lebensjahr schwenkt er auf die Trompete um; klassisch, von Jazz noch keine Spur. Während eines Austauschjahres in den USA entdeckt er endlich mit sechzehn den Jazz und findet via US3s „Cantaloop“ und dessen ursprünglichem Komponisten Herbie Hancock zu Miles Davis. Zurück in Deutschland wird er 1996 für das JugendJazzOrchester NRW entdeckt, in dem er bis zu seinem Jazz-Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin spielt. Schon während des Studiums außerdem in Peter Herbolzheimers BuJazzO, der RIAS Bigband oder Thärichens Tentett aktiv, veröffentlicht Nils Wülker noch vor seinem Abschluss im Jahre 2002 sein von Kritik und Publikum hochgelobtes Debütalbum „High Spirits“ u.a. mit Gene Calderazzo und Orlando LeFleming – als erster deutscher Jazzmusiker bei SONY Music. Im Folgejahr komponiert, spielt und produziert der damals 26-jährige eigene, neue Musik für die Space Night des Bayerischen Fernsehens, die auf dem Album „Space Night Vol. 10 Jazz“ (u.a. mit Wolfgang Muthspiel und Jochen Rückert) veröffentlicht wird.

Zwischen 2005 und 2012 veröffentlicht Nils Wülker auf seinem eigenen Label EAR Treat Music fünf eigene Alben, u.a. mit Gästen wie Torun Eriksen, Silje Nergaard oder Dominic Miller, die seinen Ruf als „großer Lyriker“ (FAZ), „Ausnahmekomponist“ (Crescendo), „deutsches Jazzwunder“ (Spiegel) und „großer Melodiker“ (Die Zeit) zementieren. Drumherum tourt er mit seiner eigenen Band, sowie als Gast bei Ute Lemper, der kubanischen Sängerin Omara Portuondo, dem Quartett des Sting-Kompagnons Dominic Miller oder macht eine Europa-Tournee mit Lee Ritenour, Dave und Don Grusin, Will Kennedy und Wolfgang Schmid als “Hang All Stars”. Nils Wülker leitet außerdem das hochkarätig besetzte „Jazz Baltica Ensemble“ (2011) mit neuen Arrangements eigener Kompositionen, macht Remixe für Hugh Masekela, Gregory Porter oder Laura Lopez Castro und produziert Alben für die Sängerin Cécile Verny oder den Mundharmonikaspieler Tollak und einen Track für Samy Deluxe.

2013 mit dem ECHO Jazz als „Instrumentalist des Jahres“ in der Kategorie Blechblasinstrumente ausgezeichnet, nimmt Nils Wülker 2014 für sein Album „Safely Falling“ den German Jazz Award in Gold vom BVMI entgegen. Sein achtes Album „UP“ erscheint im Februar 2015 bei Warner Music. Für das Album arbeitet Nils Wülker u.a. mit Jill Scott und Mocky in L.A., Craig Armstrong in Glasgow, Peter Vettese in London und Max Mutzke. Mit „UP“ gewinnt Nils Wülker den Hamburger Musikpreis HANS als „Musiker des Jahres“, wird erneut mit dem German Jazz Award in Gold ausgezeichnet und für den ECHO Jazz nominiert.

Sein von Hip Hop inspiriertes und in Zusammenarbeit mit The Krauts (Produzenten Marteria, Peter Fox) und Ralf Mayer produziertes Album „ON“ erscheint 2017 und wird 2018 mit dem German Jazz Award in Gold ausgezeichnet. Ebenfalls 2018 veröffentlicht Nils Wülker als zehntes Album mit „Decade Live“ sein erstes „perfekt umgesetztes“ (Süddeutsche Zeitung) Live-Album. 2019 folgt der vierte German Jazz Award in Gold für sein 2012 erschienenes Album „Just Here, Just Now“ und eine ausgedehnte Tour im Duo mit seinem langjährigem Gitarristen Arne Jansen unter dem Titel „Closer“.

2020 erscheint Nils Wülkers elftes, elektronisch inspiriertes Album GO, das die Süddeutsche Zeitung als „wegweisend“ und „ein Album voller Licht“ bezeichnet. Unter anderem Radio France und BBC widmeten GO Sendungen, zudem spielt JazzFM UK die Musik sieben Wochen lang in Rotation. Mit der NDR Radiophilharmonie spielt Nils Wülker im Oktober 2020 ein Programm seiner Eigenkompositionen arrangiert für Orchester, das er 2021 mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra in Stockholm weiterführt.

Im April 2022 veröffentlicht Nils Wülker sein Orchester-Album CONTINUUM mit neuen Eigenkompositionen mit dem BR Münchner Rundfunkorchester, von der Süddeutschen Zeitung als „Weltklasse-Jazz“ und „Ästhetik in Reinform“ gelobt. Im Juli 2022 folgt die Konzertpremiere von Nils Wülker und dem Münchner Rundfunkorchester im Münchner Circus Krone, aufgezeichnet von ARD alpha und BR Klassik. Ebenfalls 2022 engagieren die Monheimer Kulturwerke Nils Wülker als „Artist in Residence“ für vier unterschiedliche Konzerte. Es folgen Orchesterkonzerte mit der NDR Radiophilharmonie, Sinfonieorchester Wuppertal, dem Saarländischen Staatsorchester und dem Babelsberger Filmorchester.

Im Februar 2023 veröffentlicht Nils Wülker zusammen mit seinem langjährigen Gitarristen und Freund Arne Jansen sein erstes Duo Album „Closer“. Wie die Vorgängeralben erscheint „Closer“ bei Warner Music, es folgen Einladungen u.a. ins ARD Morgenmagazin und Beiträge von u.a. ARD „Titel, Thesen, Temperamente“. Ungewöhnlich für ein instrumentales Jazzalbum steigt „Closer“ auf Platz 15 der offiziellen deutschen Charts ein. Auch das 2024 veröffentlichte Live-Album des Duos „In Concert“ landet auf Platz 1 der deutschen Jazz Charts.

Im Januar 2026 veröffentlicht Nils Wülker mit „Zuversicht“ sein fünfzehntes Album im Quartett mit Aaron Parks (p), Linda May Han Oh (b) und Gregory Hutchinson (dr).

Neben ausgedehnten Tourneen im In- und Ausland mit seiner eigenen Band spielte Nils Wülker in den letzten Jahren als Gastsolist mit Gregory Porter, E.S.T. Symphony, Max Mutzke und Klaus Doldinger, verantwortete 2016 die musikalische Gestaltung des Grimme Preis und nahm Solo Features für u.a. Marteria auf. Zudem hatte er von 2017 bis 2020 seine eigene Radioshow „Offbeat“ auf 917XFM und kuratierte von 2013 bis 2024 als künstlerischer Leiter das Jazz-Konzertprogramm auf Schloss Agathenburg.

Gregory Hutchinson
KIND OF NOW – THE PULSE OF MILES DAVIS

„Zeit ist nicht das Wichtigste, sie ist das Einzige“, meinte Miles Davis. Egal ob man dieses Zitat musikalisch oder philosophisch versteht, ist es die perfekte Maxime für „Kind of Now“. Diese so innovative wie neue All-Star-Hommage an Miles und seine Musik entstand unter der Leitung von Gregory Hutchinson, „dem Schlagzeuger seiner Generation“ laut Jazz Magazine. Jetzt erscheint das Album pünktlich zum 100. Geburtstag einer der innovativsten, einflussreichsten, ikonischen Persönlichkeiten der Musikgeschichte. Die zehn modernen Interpretationen klassischer Milesiana reichen von den Bebop-Ursprüngen des Trompeters in den 1950er Jahren bis hin zu der elektrisierenden Offenheit, die er 1970 mit „Bitches Brew“ prägte. Die drei „Hutch“-Originale sind ebenso in den Ursprüngen all dessen verwurzelt, was wir heute Jazz nennen, wie sie ein neues Kapitel aufschlagen.

„Bei diesem Projekt geht es nicht darum, Miles wieder neu zu erschaffen“, sagt Gregory Hutchinson. „Es geht darum, die von ihm begonnene Diskussion fortzusetzen.“ Gregory Hutchinson, geboren am 16. Juni 1970 in Brooklyn, New York, nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von „Bitches Brew“, weiß, wovon er spricht, schon weil er in den 35 Jahren seiner Karriere mit einigen der bekanntesten Jazzgrößen gespielt hat. Bei der Produktion von „Kind of Now – The Puls of Miles David“ nimmt dieser unverwechselbare Schlagzeuger, stets präzise und überraschend und mit einem ganz eigenen, kraftvollen Sound, auch Bezug auf Miles‘ Schlagzeuger – von Kenny Clarke über Philly Joe Jones und Jimmy Cobb bis hin zu Jack DeJohnette, Billy Hart und Al Foster. „Wenn ich an Miles Davis und die Schlagzeuger seiner Bands denke“, sagt er, „denke ich vor allem an die Entwicklung der Musik selbst. Jeder dieser Musiker repräsentierte ein anderes Kapitel in Miles‘ Geschichte – und jeder einzelne von ihnen veränderte die Art und Weise, wie wir alle diese Musik hören und spielen.“ Der Bassist und neunfache Grammy-Gewinner Christian McBride schreibt in den Liner Notes zum Album: „Es gibt unzählige Miles-Tribute-Alben, aber diese hier fühlt sich anders an. (…) Unter Hutchs Leitung swingt die Musik kräftig, wenn es nötig ist, und atmet mit moderner Flexibilität, wenn der Moment es erfordert.“

Die enorme Qualität und Dichte von „Kind of Now – The Puls of Miles Davis“ profitiert von den beteiligten Musikern, einer Gruppe junger Legenden und „Lions“, vom Bandleader sorgfältig ausgewählt, genau wie Miles es früher tat. Ambrose Akinmusire ist eine der originellsten neuen Trompetenstimmen dieses Jahrhunderts, ein preisgekrönter Musiker und Komponist und acht Jahre in Folge Gewinner des Downbeat Critic’s Choice auf seinem Instrument – er wird Miles gerecht, indem er seinen eigenen, einzigartigen Sound und seine Sensibilität einbringt. Emmanuel Michael, Mitglied mehrerer von Akinmusires Bands, ist ein außergewöhnlicher junger Gitarrist aus South Dakota, der laut Greg Hutchinson „die neue Generation repräsentiert, nach der Miles immer gesucht hat – die nächste Stimme“. Am selben Instrument, aber mit einem anderen charakteristischen Sound, bringt der dänische ECM-Künstler Jakob Bro laut dem Bandleader „Farbe und Atmosphäre“ mit. „Die Art, wie er (Jakob) den Raum nutzt, erinnert mich an ‚In a Silent Way‘ – schön, geduldig, offen.“ Der Saxophonist Ron Blake stammt von den Virgin Islands und ist schon seit langem ein wichtiger Teil der New Yorker Szene. Seine Beziehung zu Gregory Hutchinson reicht bis in ihre gemeinsame Zeit in den Gruppen des Trompeters Roy Hargroves zurück, wie etwa das Album „With The Tenors of our Time“ von 1994 zeigt, auf dem Ron Blake neben Titanen wie Johnny Griffin, Joe Henderson, Stanley Turrentine, Branford Marsalis und Joshua Redman zu hören ist. Gerald Clayton, in dessen Trio Gregory Hutchinson und Bassist Joe Sanders spielen, ist ein Grammy nominierter Pianist, der für seinen innovativen Ansatz bekannt ist, in dem er Tradition mit modernem Ausdruck verbindet, was ihm von der New York Times Lob für seine „enorme, autoritäre Präsenz“ einbrachte. Der Bassist Joe Sanders „erdet alles mit diesem großen, grundsoliden Sound“, wie Hutch sagt, denn „er spielt mit dieser Art von Zeit, die atmet – wie Ron Carter – aber mit seiner eigenen Sprache.“ Als Einheit, tief in ihrem Zusammenspiel und offen in der Art, wie sie einander zuhören, erforschen diese sechs Musiker ihr Material stets auf eine Weise, die uns ermutigt, immer neu zuzuhören.

Gregory Hutchinsons „Kind of Now – The Puls of Miles Davis“ ist ein faszinierendes und äußerst lohnendes Album, das einigen unsterblichen Klassikern aus Miles Davis’ Repertoire neues Leben einhaucht, wie etwa Charlie Parkers „Ah-Leu-Cha“ oder Miles’ eigenem „Seven Steps To Heaven“, wobei stets das Offensichtliche außer Acht gelassen und stattdessen die „deep cuts“ hervorgehoben werden. Die Schlagzeug-Interludes des Bandleaders verweben dieses über einstündige Programm eng und verleihen ihm eine futuristische Neuheit, ganz in Hutchs Sinn von Zeit. Kind of Now.

Donnerstag
12.11.2026
TICKETS
Vorverkauf: 48,00 Euro Abendkasse: 50,00 Euro
Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr
Erholungshaus

TINGVALL TRIO | Francesca Tandoi

47. Leverkusener Jazztage

Martin Tingvall – Piano
Omar Rodriguez Calvo – Bass
Jürgen Spiegel – Schlagzeug

Dabei ist der Album – Titel „Pax“ ganz überlegt gewählt, Martin Tingvall erläutert: „In einer Welt voller Unruhe und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung war es mir ein besonderes Anliegen, mit unserer Musik ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Bereits mit unserem Album „Birds“ haben wir versucht, die beunruhigenden Entwicklungen unserer Zeit musikalisch zu reflektieren. Seitdem hat sich vieles auf der Welt weiter zum Negativen verändert. Als Musiker möchte ich dem nicht schweigend zusehen. PAX soll zum Nachdenken anregen, zur Ruhe einladen – und ein klares Zeichen für den Frieden sein.“

Diskografie Tingvall Trio:

2006: Skagerrak (DE: Gold – German Jazz Award); 2008: Norr (DE: Gold – German Jazz Award); 2009: Vattensaga (DE: Gold – German Jazz Award); 2011: Vägen; 2013: In Concert (DE: Gold – German Jazz Award); 2014: Beat; 2017: Cirklar; 2020: Dance ,2023: Birds ,2025: Pax

Pressestimmen und Chartplatzierungen:
#2 Jazzcharts August 2025 (Popchartsentry) auf 31 in erste Woche nach VÖ am 01.08.2025
Album der Woche: Deutschlandfunk Kultur, WDR3

Album des Monats: BR 24

„sanfte, verspielte Klangbilder“ Brigitte, 5 Sterne

„Schafft Inseln zum Innehalten, Nachdenken, Genießen, Entspannen, Wohlfühlen und eventuell auch Kraftschöpfen. Kontraste und wohlüberlegte Entwicklungen … mit viel Feingefühl für den Klang der Instrumente aufgenommen“ RONDO

„eingängige Balladen und temporeiche Nummern“ GONG, HÖRZU
„explizit politisch wie nie zuvor – ohne die musikalische Leichtigkeit zu opfern“ kulturnews
„Zwölf neue, perlende Tracks“ hr2 Hörbar

„ Musik zum Festhalten. Das Tingvall Trio klingt noch kompakter und präsenter als zuvor “ JAZZthing
„für europäischen Jazz verdient es sich einen Höchstpreis und gerade die weniger druckvollen, eher grazilen Nummern dieses Albums atmen dieses Mal einen Charme aus und strahlen eine Ruhe aus, die tatsächlich friedvoll ist.“ Concerto

„eines der derzeit spannendsten Klaviertrios im europäischen Jazz“ Neue Ruhr Zeitung

Als eine der faszinierendsten und virtuosesten Musikerinnen der heutigen internationalen Jazzszene anerkannt, ist Francesca Tandoi zu einem echten Bezugspunkt im zeitgenössischen Jazz geworden. Ihre Kunstfertigkeit, Energie und brillante Technik haben ihr eine treue weltweite Anhängerschaft sowie breite Anerkennung bei Kritikern eingebracht.

In nur wenigen Jahren stand sie auf den Bühnen einiger der renommiertesten Veranstaltungsorte der Welt in Europa, Asien, Afrika und den Vereinigten Staaten — und füllte legendäre Clubs wie das Blue Note in Mailand, das Duc des Lombards in Paris, das Bimhuis in Amsterdam, das Zigzag in Berlin und viele weitere.

Ihr neuestes Album Bop Web wurde als Triumph gefeiert — weltweit gestreamt, geteilt und von Musikern und Fans neu interpretiert. Die Aufnahme schlägt eine perfekte Brücke zwischen dem zeitlosen Geist von Bebop und Hard Bop und einer modernen Sensibilität, die sich sowohl in ihrer Präsenz in den sozialen Medien als auch in ihren mitreißenden Live-Auftritten widerspiegelt.

„Francesca Tandoi besitzt eine nahezu makellose Klaviertechnik und ein unglaubliches Gespür für Swing. Das Publikum ist von ihrem Spiel vollkommen gefesselt.“
— David Alston

Tandoi hat an über zwanzig Aufnahmen mitgewirkt, darunter drei Alben als Pianistin im Quartett des renommierten Saxophonisten Scott Hamilton. Ihr Album Winddance wurde vom angesehenen japanischen Magazin Jazz Life unter die Top 10 der Jazzalben des Jahres 2017 gewählt, das sie als „eines der vielversprechendsten jungen Talente der europäischen Jazzszene“ lobte.

„Francesca Tandoi ist eine Pianistin mit exquisitem musikalischem Geschmack und einem herausragenden Gespür für Swing. Sie verfügt über eine feine eigene Stimme und die seltene Fähigkeit, unvergessliche Melodien zu komponieren und anspruchsvolle Arrangements zu gestalten.“
— Monty Alexander

Neben ihrer lebendigen Karriere als Performerin ist Francesca Tandoi eine angesehene Professorin an einem Konservatorium und hat zahlreiche Meisterklassen zu Jazzsprache und Klavierspiel an der Washington University in St. Louis, den Jazz Clinics in Moskau, der University of Pretoria und vielen weiteren Akademien in Europa und darüber hinaus geleitet.

Ihre jüngste Veröffentlichung bei Fresh & Sound Records (Barcelona) präsentiert ein ambitioniertes Projekt, das ihr Trio mit einem Streichquartett vereint — ein fesselnder Dialog zwischen ihren brillanten Klavierimprovisationen und einer feinsinnigen, zeitgenössischen Tonsprache. Es markiert einen weiteren Meilenstein in der künstlerischen Entwicklung einer der strahlendsten und einflussreichsten Stimmen des europäischen Jazz der Gegenwart.

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