Lokalpatriot
So. 30.10.2016
Musik machen Oliver Niesen, Dominik Schönenborn, Kevin Wittwer und Michael Kraus bereits seit 1999 zusammen, aber der Durchbruch gelang den 4 sympathischen Jungs aus Bergisch Gladbach mit dem Gewinn des Wettbewerbs „Köln rockt“ im Jahr 2010 und dem Einstieg in den Karneval im gleichen Jahr.
Cat Ballou machte zunächst Pop-Rock mit hochdeutschen Texten wie auf ihrem Debut-Album „neulich“, welches Anfang 2012 erschienen ist. In der letzten Session spielte sich Cat Ballou mit ihrem Titel „Et jitt kei Wood“ ganz weit nach vorne, sie gewannen den renommierten „Loss mer singe“ Wettbewerb und hatten das erfolgreichste Lied in der Karnevalssession 2012/2013. Erstmals war die Band in den offiziellen bundesweiten Verkaufscharts von Media Control vertreten und kletterte in den Single Charts bis auf Platz 47. Das Video von „Et jitt kei Wood“ wurde auf youtube bereits über 500.000 x angeklickt. Der Song ist sowohl beim 1.FC Köln als auch bei den Kölner Haien bei jedem Spiel fester Bestandteil.

Mit dem Erfolg im Rücken und den ersten Erfahrungen im Karneval machte sich CAT BALLOU im Frühjahr dieses Jahres auf Kreativtour nach Daun und Bad Arolsen, um neue Songs zu komponieren. Das Ergebnis kann sich sehen und vor allem hören lassen. Neben dem Mega-Hit „Et jitt kei Wood“ haben es 13 neue Titel auf das Album „Lokalpatriot“ geschafft.

Wenn man als Band einen solchen Erfolgshit im Gepäck hat, kann das auch eine schwere Hypothek sein, nicht so für CAT BALLOU. Es gibt nicht wenige, die ihrem neuen Sessions-Song „Hück steiht de Welt still“ gleiches Hit-Potential attestieren. Auch in der kommenden Session werden die „Katzen“, wie sich selbst oftmals nennen, wieder ganz vorne mitspielen, wenn es darum geht, welches Lied der Sessions-Hit wird.

Ihre neuen Songs sind kölscher Rock-Pop. Die Band ist reifer geworden, sicherer im Texten und auch kölscher geworden. Bis auf die wunderschöne Ballade „König“ sind alle Titel auf Kölsch, ein neues Selbstverständnis für die Band. „Lokalpatriot“ ist eine Verneigung vor Köln („Ming Stadt“, „Et jitt kei Wood“), geht natürlich um die Liebe („Zom Jlöck“, „Do un ich“, “Novemberrään“) und animiert zum Feiern und einfach Spaß und gute Laune haben („Hück steiht de Welt still“, „Fahr mit mir an’t Meer“, „Morjens öm 4“). Besonders Augenmerk verdient auch die Situationsbeschreibung vom „Brüsseler Platz“, bei der Comedian Bernd Stelter in die Rolle des Ordnungsamts schlüpfte und den Text einsprach.

Musikalisch ist der Band mit ihrem Produzenten Matthias Stingl ein Meisterwerk gelungen. Es gibt derzeit keine kölsche Band, die musikalisch so sehr am Puls der Zeit produziert und auch anderen nationalen und internationalen Pop-Rock Produktionen das Wasser reichen kann.

Zum wichtigsten Erfolgsfaktor dürfte auch die Wiedererkennbarkeit der Stimme von Sänger Oli Niesen zählen, ebenso wie die Band einen ganz eigenen Stil verfolgt und sich dadurch aus der Vielzahl der kölschen Bands hervorhebt.

CAT BALLOU führt ein ganz junges Publikum an die kölsche Sprache heran, allein diese Tatsache ist schon nicht hoch genug anzurechnen.

Veranstalter: Mecky Events GmbH