American Cajun, Blues & Zydeco Festival - Jazztage Warm-Up
So. 03.11.2013
Lynn August Band
Am 7. August 1948 in Lafayette/Louisiana geboren, wurde der blinde schwarze Musiker von seiner Mutter ermutigt eine Karriere als Musiker zu verfolgen. Er wuchs mit Zydeco, New Orleans Rhythm ’n’Blues und Swamp Pop auf. Schon früh lernte er Schlagzeug und spielte mit 12 Jahren Percussion in der Band des legendären Esquerita, der ihn überzeugte Piano zu lernen. Einige Jahre später wechselte Lynn zur B-3 Hammond-Orgel. Mitte der sechziger Jahre spielte er mit dem jungen Stanley„Buckwheat“ Dural, später als „Buckwheat Zydeco“ einer der Stars der Zydecoszene. Lynn startete dann seine eigene Solokarriere, spielte in diversen Swamp Pop Bands, leitete eine Bigband und sogar einen Kirchenchor. 1988 fing er an Akkordeon zu spielen und startete damit ernsthaft seine Zydeco Karriere. Zusammen mit Tenorsaxofonist John Hart gründete er die Band „The Hot August Knights“. Er studierte alte Aufnahmen von Alan Lomax um den Original Creole Stil des „Juré“ (acappella) zu verinnerlichen und für sich zu adaptieren. Seine erste Platte „It‘s party Time“ erschien auf dem Label „Maison de Soul“. 1989 folgte „Zydeco Groove“. Seine bekannteste Platte „Creole Crui- ser“ datiert von 1992 und ein Jahr später kam „Sauce Piquan- te“ Im Augenblick nimmt er eine langerwartete neue CD auf, die Mitte 2013 erscheinen wird.

Brother Dege
Alle Quentin Tarantino Fans sollten „Brother Dege“ kennen: Sein Song „Too old to die young“ ist im Film und auf dem Sound- track von„Django unchained“. Für alle anderen aber ist Brother Dege („deej“) (aka Dege Legg) eines der bestgehütesten Ge- heimnisse aus dem Süden der USA. Preisgekrönter Musiker, Autor und Journalist. Als ob William Faulker mit Son House und Patti Smith gekreuzt wurden. Geboren und aufgewachsen im Herzen von Louisiana mit Cajun, irischen und indianischen Wurzeln. Dege spielt Slidegitarre in der ruhelosen Tradition der Altmeister und haucht dem Deltablues neues Leben ein. Mit dem rauen„twang“ seiner Dobro beschwört er die Geister der Vergangenheit und singt von seinen Erfahrungen im Süden der USA, wo er mit Sümpfen als Spielwiese aufwuchs. Seine Songs sind so bildlich, dass sie förmlich nach einer Verfilmung schrei- en. Man spürt den Staub der Landstraßen in seiner Kehle, man hört in seiner Dobro das Knistern einer Scheune, die bald einer Feuersbrunst zum Opfer fallen wird. Apokalyptische Prophezei- ungen steigen aus einem Nebel hervor um anschließend darin wieder zu versinken.

Cajun Roosters
Die Cajun Roosters sind echte Meister darin, das französische Lebensgefühl - „laissez les bons temps rouler“ - musikalisch in die Tat umzusetzen und eine ausgelassene Partyatmosphäre zu schaffen. Wenn man sich im Mississippi Delta und den Sümpfen von Louisiana auf dem Weg zu einer Party macht, dann schallt es fröhlich:„Let’s go bayou boogaloo!“ Das sind also die Lebensgeister, die die Konzerte der Cajun Roosters beflügeln. Dieser Band eilt der Ruf voraus, eine der authentischsten und besten Cajun & Zydeco Bands außerhalb der USA zu sein. Das ist nicht einfach so behauptet, sondern lässt sich an einigen Auszeichnungen ablesen, mit denen die Gruppe geehrt wurde.